MP3's mit Qualität erstellen

MP3 ist ein Musikformat mit verlustbehafteter Audiokompression. Um die Dateigröße klein zu halten, werden nur Audiosignale gespeichert die der Mensch (angeblich) hören bzw. unterscheiden kann. Entsprechend gibt es ein paar Dinge zu beachten, wenn die Qualität nicht zu stark leiden soll.

Es ist nicht nur wichtig, welche Bitrate ausgewählt wird beim Komprimieren, sondern auch welcher Encoder benutzt wird.

Als Bitrate ist mindestens 128 kbit/s absolut Pflicht, außer wenn es unbedingt kleiner sein muss für einen MP3-Player. Dann sollte aber defintiv nichts Qualitatives erwartet werden, wobei das bei einem MP3 Player wohl eh nicht auffallen dürfte.

Ich empfehle allgemein mind. 192 kbit/s CBR.
Besser ist es VBR zu benutzen, dann wird die Bitrate immer den benötigten Gegebenheiten angepasst. Allerdings kann dabei vorher nicht die Dateigröße abgeschätzt werden.
Die empfohlenen Einstellungen für Lame kommen später in diesem Thema.

 

Als Programm empfehlenswert ist Exact Audio Copy (EAC) (auch wenn es momentan noch nicht final ist) in Verbindung mit Lame. (Ich nutze Windows 7 Professional 64bit und habe Probleme mit EAC. Daher nutze ich das ebenfalls empfehlenswerte CDex. Anleitungen zum Einstellen dieser Software finden sich im Internet.)

Als Erstes wird Exact Audio Copy installiert. Der Lame Encoder kann einfach in ein beliebiges Verzeichnis gepackt werden (z.B. C:\Lame\). Dann nach dieser Anleitung vorgehen: AudioHQ (hier können auch direkt Profile für EAC heruntergeladen werden).
Beim Einrichten des Encoder darauf achten, dass nicht "Lame MP3 Konvertierer" ausgewählt wird, sondern "Benutzerdefinierter Komprimierer".
In diesem Abschnitt ist auch zu sehen, dass die empfohlene Einstellung "-V 2 --vbr-new" (Ausschnitt der Kommandozeilenparameter) ist. Dies erzeugt MP3s mit Bitraten zwischen 170-220 kbit/s. Wer es noch genauer haben will, ersetzt die 2 in dem obigen Ausschnitt der Kommandozeilenparameter durch eine 1 oder 0. Die Bedeutung der Zahlen ist hier zu sehen.
In der Anleitung ist es in diesem Abschnitt (Encoder einrichten) natürlich ausreichend sich nur um den Absatz mit MP3 zu kümmern, außer es soll ein anderes Dateiformat genutzt werden.

EAC kann aus einer Datenbank die ID3-Tags für die eingelegte CD abfragen. Ein Cover wird leider nicht hinzugefügt. Dafür gibt es aber auch Programme, wie zum Beispiel Album Cover Art Downloader.

Bei diesem Programm habe ich die besten Ergebnisse mit folgenden Änderungen in den Optionen erreicht:

  • Unter "Sources" habe ich nur Amazon aktiviert und dieses auf "de" gestellt. (Man kann natürlich weiter Quellen aktivieren, aber eigentlich ist Amazon ja sehr umfangreich)
  • Unter "Targets" nur "MP3 files" und "Windows Media Player" aktivieren.

 

Für umfangreiche ID3 Tag Bearbeitung empfiehlt sich MP3Tag.
Mit diesem Programm kann sogar eine Ordnerstruktur erzeugen werden. Hierzu zuerst die gewünschten Änderungen an den Tags ändern, die nach gleichem Schema zu sortieren MP3s auswählen und dann den Konverter "Tag - Dateiname" auswählen. Als Formatstring dann das gewünschte Schema eingeben:

  • Hierbei wäre das für Sampler (und alles wo verschiedene Interpreten auf einer CD sind) z.B.: %album%\%title% und für Alben mit einem Interpreten: %artist%\%album%\%title%

 

Weitere Hinweise:

  1. Wer darauf Wert legt, keine Verluste in der Musik zu haben, sollte FLAC als Dateiformat nutzen.
  2. Wer Itunes nutzen möchte für die Musikwiedergabe, sollte zwar den ITunes Musikordner auf den persönlichen Musikordner stellen, aber "ITunes Musikordner verwalten" deaktivieren, wenn Sampler im Musikordner sind. Denn Itunes sortiert dsonst alles nach dem Schema %artist%\%album%\%title% um, was bei vielen Samplern (meiner Meinung nach) in einem Chaos endet, da dann jeder Track des Samplers in einem anderen Ordner ist - schließlich ist jeder Track von einem anderen Interpreten.
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